Webmontag bei Tchibo

Wusstet ihr, dass am Tag mehr als 200 Milliarden E-Mails versendet werden? Ich nicht, aber die Jungs von Tchibo wussten das. Bei diesem Webmontag in Hamburg ging es um das Thema Newsletter!

Aber alles auf Anfang. Der Webmontag war in gewohnter Manier wie immer ausgebucht. Ich habe es gestern erst geschafft noch einen Platz von einem der abgesprungen Gäste zu ergattern.

Vor Ort angekommen - Industrielandschaft, mit Gebäuden die nicht nur aus den 70ern sind, sondern auch so aussehen. Nicht ganz der Charme, den man von anderen Veranstaltungen gewohnt ist. Das sollte der Veranstaltung aber absolut kein Abbruch tun, da Tchibo seine Gäste sehr herzlich empfangen und darüber hinaus fürstlich verpflegt hat. Das machte sich auch in der Pause bemerkbar, als man auf die Terrasse wollte um kurz Luft zu schnappen. Es gab kein Durchkommen, da sich die Gäste um das gute Essen scharrten. Im Übrigen war das der erste Auftritt auf Seiten von Tchibo - Super!

Aber genug, zum drum herum. Es gab einen Vortrag von Tchibo zur Metamorphose des Tchibo-Newsletters, einen Vortag von Timmermann, welcher die Sicht des Kunden auf die tägliche E-Mail Flut schärfte und Wünsche äußerte und eine Podiumsdiskussion zum Thema: "Im Fadenkreuz des Datenschutzes".

Ich möchte an dieser Stelle die Vorträge nicht wiederkäuen, sondern einfach erzählen was ich mitgenommen habe.

Tchibo versendet drei E-Mails pro Woche. Diese sind Mobile-Optimiert durch "Finger friendly" Klick-Flächen und einer gesonderten Darstellung von Teasertexten bzw. Bildunterschriften. Diese befinden sich in der Mobile-Variante über dem Bild und nicht auf dem Bild. Dies ist der kleinen Bildschirmgröße auf mobilen Endgeräten geschuldet. Durch diese Anpassung sieht man mehr vom Bild. Des Weiteren befindet sich in der mobilen Variante die Navigation am Ende des Newsletters. Auch dies ist der geringen Bildschirmgröße geschuldet. Durch das verschieben, ist der primäre Inhalt des Newsletter sofort im sichtbaren Bereich.

Eine schöne visuelle Zusammenfassung von dem Vortrag kommt von Kristine Kiwitt. Auf ihrem Twitter-Account findet ihr auch die visuellen Zusammenfassungen des anderen Vortrags und der Prodiumsdiskussion. Wer sich für diese Art der Zusammenfassung interessiert, sollte dringen nach Sketchnotes recherchieren!

Bei der Podiumsdiskussion kamen für mich zwei wichtig Punkte zu Tage. Zum einen die Frage: "Warum fragt ihr den Kunden nicht einfach was er will". Diese Frage kam konkret zu dem Beispiel der "Zuletzt gesehen-Funktionalität" und dem Newsletter. Sprich, warum fragt ihr den Kunden nicht einfach was er in dem Newsletter sehen möchte anstatt nur durch Daten zu antizipieren was er womöglich sehen möchte.

Und das ist auch schon die Perfekte Überleitung zum zweiten Punkt. Der Nutzer brauch mehr Möglichkeiten um aktiv Einfluss auf die antizipierten Informationen nehmen zu können. Als konkrete Beispiele wurden hier ABOUT YOU und Amazon erwähnt. ABOUT YOU bietet seinen Nutzern die Möglichkeit sich selbst einen Produktfeeds zusammenzustellen anstelle von einem antizipierten Feed der Produkte auf Basis von gesammelten Daten zusammenstellt. Bei Amazon kann der Nutzer aktiv Einfluss darauf nehmen welche gekauften Artikel für eine Empfehlung berücksichtigt werden soll.